Die Haltung
Es braucht viele Jahre geduldigen Übens.
Der Kopf. Der Kopf soll aufrecht gehalten werden. Er soll nicht nach vorne, hinten oder zur Seite neigen. Das Kinn wird
angezogen, dabei wird mit der Kopfdecke wie gegen einen Widerstand gedrückt.
Der Mundraum, die Zunge. Der Mund ist leicht geschlossen. Die Backenzähne liegen aufeinander. Der Kiefer ist nicht
verkrampft. Die Zunge liegt entspannt im Gaumenbett.
Die Augen, die Ohren. Beim Sehen und Hören wird das Äußere passiv wahrgenommen. Der Blick wird nicht fixiert. Beim Hören
wendet man sich keinem bestimmten Geräusch zu.
Die Schultern, die Ellenbogen. Schultern und Ellenbogen hängen entspannt.
Die Brust. Die üblicherweise überangespannte Brustbeinpartie bekommt eine entspannte Aufmerksamkeit.
Die Wirbelsäule, der Rücken. Die Wirbelsäule ist gerade, als ob ein Stock verschluckt wurde. Der Rücken soll sich weiten.
Das Gesäß sinkt entspannt.
Die Beine, die Knie. Die Knie sind bei allen Bewegungen gebeugt. Sie sollen über den Füßen bleiben.
Die Füße. Bei allen Bewegungen soll über die Füße ganz bewusst Kontakt zum Boden gehalten werden. Die Füße sollen am
Boden haften.
Die Atmung. Natürliche Atmung. Bauchatmung.
Aus "Der Weg des Tai Chi Chuan" von Petra Kobayashi
|